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Untertitel in der Zielsprache sind meist besser
In einer viel zitierten Untersuchung sahen Lernende Videos mit einem für sie ungewohnten Akzent – einmal mit Untertiteln in ihrer Muttersprache, einmal mit Untertiteln in der Fremdsprache, einmal ohne. Ergebnis: Am besten verstanden sie das Video mit fremdsprachigen Untertiteln, also in der Sprache, die sie lernten.
Der Grund: Untertitel in der Muttersprache können den Spracherwerb stören, weil dein Gehirn ständig zwischen zwei Sprachen springt. Fremdsprachige Untertitel dagegen helfen dir, zu erkennen, welche Wörter gerade gesprochen werden – sie verbinden Hören und Lesen sinnvoll.
Warum das funktioniert
Wenn du beim Hören gleichzeitig den deutschen Text mitliest, ordnest du dem Klang die Schrift zu. Du erkennst Wortgrenzen, lernst die Schreibweise und verknüpfst Laut und Wort. Genau das brauchst du, um flüssiger zu verstehen.
So nutzt du Untertitel richtig
• Starte mit deutschen Untertiteln, nicht mit denen in deiner Muttersprache.
• Nutze die Geschwindigkeit: Viele Plattformen erlauben langsameres Abspielen – ideal, wenn es zu schnell geht.
• Steigere dich: Wenn du sicherer wirst, blende die Untertitel zeitweise aus.
• Kombiniere mit Nachsprechen: Halte an und sprich Sätze nach.
Kurz gesagt
Wenn du mit Videos Deutsch lernst, wähl deutsche Untertitel statt muttersprachlicher. So verknüpfst du Hören und Lesen – und trainierst beides auf einmal.
Dr. Amir Mahdi Meshkin Mehr is a researcher and university lecturer specializing in German as a foreign and second language and the founder of the digital learning environment Davilo. He combines many years of experience in German language teaching with his academic work on digital, interactive, and multimedia language learning.
Vom Lesen zum Sprechen — mit Feedback nach jeder Einheit
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